Am
22. November 2012 erhielten jene beiden Schülergruppen des
Willibald-Gluck-Gymnasiums in Neumarkt und der
Schwarzachtal-Mittelschule in Berg, die im Rahmen von „Schule ohne
Rassismus - Schule mit Courage“ (SOR-SMC) für intensive Projekte
stehen, im Kultusministerium in München von Minister Spänle eine
besondere Auszeichnung: Für ihren Beitrag zum Wettbewerb des
Landesschülerrats Bayern (LSR) „MOBBEN STOPPEN 2.0 – Integration
fördern!“ wurde eigens ein Sonderpreis ausgelobt. Zum zweiten Mal
fand der Wettbewerb nun statt, in dem es bisher streng nach
Schularten getrennte Preisträger gab. Die Aktivitäten der Berger
und Neumarkter Schüler/innen gegen Mobbing und für eine lebenswerte
Schule und für Zivilcourage überraschten die Jury in mehrerer
Hinsicht: Zu allererst überraschte „Einfachheit und Wirksamkeit
einer einfachen Idee, wie die eines Flashmobs vor dem Rathaus in
Neumarkt, die Schüler und Bevölkerung aufrüttelte,“ so Laudator
Fabian Geyer vom Landesschülerrat. Doch gleichzeitig wurde die
Zusammenarbeit einer Mittelschule und eines Gymnasiums für unmöglich
erachtet. „Nachfragen und Erklärungen halfen erst aufzuklären,
dass es doch gibt, was es eigentlich nicht gibt oder was
offensichtlich kaum vorstellbar war,“ sagte Markus Fügl,
betreuender Lehrer an der Schwarzachtal-Mittelschule.
Und
das ist zudem sehr erfolgreich: Der Abbau von Vorbehalten und
Vorurteilen zwischen den Schularten ist ebenso Ziel der
Zusammenarbeit wie auch der Einsatz für eine von Hilfsbereitschaft
und mutigem Einsatz für andere geprägten Gesellschaft:
Fingerabdruck-Aktion, Flashmob „respect.“, Zeitzeugengespräche
und Anti-Mobbing-Aktionstag für alle 5. Klassen beider Schulen
gemeinsam sind nur einige Beispiele für die erfolgreiche Betätigung
der beiden „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“-Gruppen,
die zudem Spaß macht. Alle vier Wochen bringt ein Kleinbus eine
Gruppe zur anderen und das alles mit möglichst wenig
Unterrichtsausfall. Demnächst findet sogar ein gemeinsamer
zweitägiger Workshop statt. Das alles lohnt auch den Aufwand, denn,
so Markus Fügl und Dr. Thomas Kraus, betreuende Lehrkraft am Wgg,
„das zeigt, wie und was Schule sein kann.“
Auszeichnung
im Kultusministerium in München (von links nach rechts): Markus
Fügl, Florian Meier, Sophia Widmann, Rina Heydemann, Lea Thiel, Dr.
Thomas Kraus, Theresa Ehrnsperger, Lilian Siegling, Fabian Geyer
(Landeschülerrat) und Kultusminister Ludwig Spänle

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